Die letzten Tage war ich nicht nur aushäusig sondern sogar ganz und gar außer Lande. Zumindest was das Bundesland betrifft. :)
Es hat auf jeden Fall mal wieder etwas Abstand zum heimatlichen Trott
gebracht, was wirklich gut ist. Und ich bin seit meiner Rückkerh
irgendwie noch sicherer, dass ich mein Leben wirklich dringend ändern
muss. Ich mein ich bin jung, ich sollte meine 20er noch ein bisschen
nutzen, auch wenn der Zug zur Makellosigkeit leider für immer abgefahren
ist.
Aber tief im Inneren weiß ich ja auch, dass so etwas nicht wirklich wichtig sein darf und man über der Meinung von anderen stehen muss, denn die Menschen, die es wirklich wert sind, können auf jeden Fall über Äußerlichkeiten hinwegsehen und schätzen das, was eine Person letzendlich tatsächlich ausmacht. Diese Erkenntnis ist wichtig, ebenso wichtig wie sich selber lieben zu lernen. Und zwar nicht erst wenn man diszipliniert abgenommen hat und sich auf der Erfolgsstraße befindet, sondern immer. So, dass man sich einfach selber liebt, ganz genauso wie man ist. Dann verzeiht man sich mehr, dann fällt wahrscheinlich auch für viele Menschen ein sehr großer Teil des täglichen Drucks weg, denn häufig kommen die höchsten Erwartungen von einem selber. Und letztendlich bist du ja auch der einzige Mensch, bei dem du dir zu hundert Prozent sicher sein kannst, dass er für immer bei dir sein wird. Und wie furchtbar wäre es, diesen ewigen Begleiter nicht leiden zu können?


Aber nun zu erfreulicheren Themen, nämlich meinem Kurzurlaub im Norden.
Ich war in Schleswig Holstein und Hamburg, wo ich auch geboren bin. Mit meiner Familie habe ich dort Freunde besucht, aber am meisten habe ich das Meer vermisst. Der Strand, den ich ganz besonder liebe, ist in Schönberg an der Ostsee. Da gibt es nicht nur das leckerste Fischbrötchen, das sogar ich als Fisch-Verächter mag, sondern auch eine tolle Mole, auf die ich im Sommer immer klettere. Leider war das Wetter dieses Mal nicht gerade gut, das Wasser war sehr kalt und die Mole feucht. Deswegen fiel das Klettern dieses Mal aus. Genauso wie das Akku von meiner Kamera übrigens, weswegen ich nur ein paar Möwen, das Meer und die schönen hohen Gräser ablichten konnte. Außerdem habe ich ein bisschen gebratene Scholle mit Krautsalat gegessen und muss sagen, Scholle schmeckt ganz gut und hat eine für mich sehr gute Konsistenz.
Jedenfalls habe ich wegen diesem Aufenthalt nichts mehr gepostet.
Heute früh startete mein Tag mit der endgültigen Fertigstellung und Versendung meiner Steuererklärung (Yay!) und einem Frühstück aus 2 Roggenbrötchen mit Hähnchenbrust, Frischkäse, Gurken und geschmolzener Margarine. Und davor habe ich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, 3 Spekulatiuskekse gegessen. Zu trinken gibt es einen Ingweraufguss, sehr gesund und würzig.
Für den Ingwertee einfach 1-3 daumennagelgroße Ingewerstücke (ruhig noch
mit etwas Schale) in Wasser aufkochen bis es sprudelt. Je länger man
kocht, desto intensiver der Tee. Der kann mitunter, besonders durch die
Schale, am Ende richtig scharf werden, daher sollte man selber
probieren, wie intensiv man den Tee mag. Wenn man möchte, kann man dazu
Zitronensaft und etwas Honig für die Süße geben, ich habe heute mal
beides weggelassen.